Friedrich Leschczyk
Was war 1991
In Deutschland ist der Einsatz deutscher Soldaten in Kuweit - der erste Kriegseinsatz nach dem 2. Weltkrieg - heftig umstritten.
Die RAF ermordet den Chef der Treuhandanstalt Detlev Karsten Rohwedder. Am 13.3. wird Erich Honecker in einer Nacht- und Nebelaktion von russischem Militär aus Berlin nach Moskau ausgeflogen, wo er sich in weitere ärztliche Behandlung begibt. Als diese abgeschlossen ist, wird er zum Verlassen des Landes aufgefordert und flüchtet sich am 12.12. in die Botschaft Chiles, wo er (vergeblich) um politisches Asyl nachsucht.
Der Bundestag votiert nach heftiger Debatte am 20.6. mit 388 gegen 322 Stimmen für Berlin als Hauptstadt Deutschlands.
In vielen Städten der Bundesrepublik kommt es zu regelrechten Hetzjagden auf Ausländer durch Rechtsextremisten.
Nach 38 Produktionsjahren rollt am 30.4. der letzte von der Treuhand mit 3.000,-- DM subventionierte ´´Trabbi´´ Trabant 601 in Zwickau vom Band. Er wurde seit 1964 produziert.
Der Starfighter F 104 wird außer Dienst gestellt. Seit 1959 sind von 700 bezogenenen Maschinen über 250 im Übungsbetrieb abgestürzt, wobei viele Piloten ihr Leben verloren.
Schlicht und einfach war dein Leben, treu und fleißig deine Hand. Frieden ist dir nun gegeben, ruhe sanft und habe Dank.
Was war 1918
Erster Weltkrieg: Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Woodrow Wilson, verkündet die ´´Vierzehn Punkte´´, ein Friedensprogramm zur Beednigung des Weltkrieges.
Die Mittelmächte und Sowjetrußland schließen den Frieden von Brest-Litowsk.
Am 21. März 1918 beginnt die große deutsche Westoffensive. Am 8. August bricht die deutsche Westfront zusammen. Die Matrosen der deutschen Hochseeflotte in Wilhelmshaven verweigern den Dienst. Der Aufstand greift auf andere Städte über (Novemberrevolution). Am 9. November tritt dankt Kaiser Wilhelm II. ab und flieht einen Tag später in sein Domizil nach Doorn in Holland. Am 11. November 1918 unterzeichnen der Reichstagsabgeordnete Matthias Erzberger und der französische Ferndinand Foch den Waffenstillstand im Eisenbahnwagon von Compiegne.
In München wird die Thulegesellschaft gegründet, ein logenartiger Bund, der völkische Vorkriegstraditionen aufnimmt und antisemitische Propaganda treibt. Mitglieder sind Rudolf Heß, Alfred Rosenberg u.a. spätere NS-Politiker.